Bereits Mitte des Jahres sollten die Um- und Erweiterungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Leer abgeschlossen sein. "Doch daraus wird nichts" erläutert Dipl. Ingenieur Werner Doeker vom Ingenieurbüro itg doeker ingenieur team aus Recke anlässlich eines Ortstermines mit Bürgermeister Robert Wenking, dem städtischen Mitarbeiter Jochen Töns und Sebastian Robers von der Feuerwehr.

Werner Doeker als Fachmann für Bauvorhaben der Freiwilligen Feuerwehren hatte die notwendigen Planungsunterlagen erstellt, die nach intensiven Beratungen auch von Seiten der Horstmarer Feuerwehr einstimmig im Rat beschlossen wurden. Im Oktober 2020 wurde mit den Probebohrungen für die Erstellung der Fundamente im neu errichteten Gebäudeteil begonnen. "Immer wieder kam es zu Verzögerungen im Bauablauf", erläuterte Jochen Töns bei der Baubesichtigung. Gründe dafür lagen an überteuerten Angeboten seitens der Unternehmer bzw. dem fehlenden Interesse der Unternehmer überhaupt. So musste eine öffentliche Ausschreibung aufgehoben werden, es erfolgte eine beschränkte Ausschreibung. Gründe waren auch Materialmangel und Beschränkungen durch die Corona-Pandemie. Auch der viele Schnee im Februar führte zu einer Verzögerung.

"Es war schon eine Menge Organisationstalent durch die zeitlichen Verschiebungen erforderlich", bestätigen Dipl. Ing. Werner Doeker und Verwaltungsmitarbeiter Jochen Töns gemeinsam, denn schließlich wurden insgesamt 32 Gewerke vergeben. Dabei habe man Hand in Hand arbeiten müssen. Lob gab es für die Feuerwehr, die Verständnis für die Verzögerungen aufbrachte und tatkräftig mit anfasste, wenn es erforderlich wurde. Zur Zeit laufen die Estrich- und Putzarbeiten in einem Teil des Gebäudes. Ein weiterer Teil, in dem die bisherigen Gemeinschaftsräume untergebracht waren, muss noch abgerissen und neu gestaltet werden.

Bei allen Verzögerungen habe man die Kostenschätzung von 1,9 Millionen Euro einhalten können, nahmen alle Beteiligten erfreut zur Kenntnis. Sie bestätigten noch einmal, dass eine Verlegung des Standplatzes auf ein anderes Grundstück wesentlich teurer geworden wäre. Auch habe jederzeit die Einsatzbereitschaft der Wehr sichergestellt werden müssen, so dass auch ein gesamter Abriss des vorhandenen Gebäudes und ein entsprechender Neubau an gleicher Stelle noch möglich gewesen sei. "Vielleicht gibt es noch ein Weihnachtsgeschenk" hofft Jochen Töns, denn dann sollen die Arbeiten am Um- und Erweiterungsbau der Leerer Feuerwehr voraussichtlich abgeschlossen sein.

Text + Bild: Franz Neugebauer

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Verrauchung in Keller
vor 10 Tagen, 4 Std., 24 Min.

Horstmar-Leer, Ostendorfer Esch

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