(v.l.) R. Ringkamp, M. Stobinski, M. JöneIn der Feuerwehr Horstmar stehen drei Frauen ihren Mann

In den Einsätzen stehen sie ihren Mann, genau so wie ihre Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar/Leer. Als Raritäten sehen die Mitglieder der Horstmarer Wehr ihre Kameradinnen Melanie Jöne, Ramona Ringkamp und Marion Stobinski mit Sicherheit schon lange nicht mehr.

Wenn sie dieses überhaupt schon einmal in Betracht zogen, denn die drei Frauen gehören schon seit vielen Jahren zum Bild der Wehr. Für Melanie, Ramona und Marion ist es auch nichts Ungewöhnliches, wenn der Pieper geht und sie in der Nacht aus dem Bett und in ihre Kleidung springen.

"Das kannten wir bereits von unseren Vätern oder Brüdern", berichtet Marion Stobinski. Bei einer Alarmierung sind ihre beiden Brüder Michael und Marco sowie ihr Vater Jürgen im Einsatz. Und sie war es auch, mit der 2004 das Zeitalter der weiblichen Einsatzkräfte bei der Horstmarer Wehr einzog.

"Als in dem Jahr die Jugendfeuerwehr gegründet wurde, hat sie mich einfach mitgenommen und ehe wir uns versahen, waren wir in der Jugendfeuerwehr", erzählt Melanie Jöne. "Für uns war es damals nichts Besonderes. Wir kannten viele von der Schule oder aus dem Dorf und außerdem waren wir ja zu zweit", erinnert sich Melanie. Anders sieht es bei Ramona Ringkamp aus. Die 20-Jährige war und ist bis jetzt die einzige Frau im Löschzug Leer. "Mir war schon etwas komisch, als ich meinem ersten Übungstag in der aktiven Wehr entgegenblickte. Ich alleine unter den ganzen Männern und dann das gemeinsame Umziehen, das machte mich schon etwas nervös. Aber letztendlich war alles völlig normal. Ich gehörte gleich einfach dazu", erinnert sich die Leererin.

Im Prinzip gab es eigentlich nie irgendwelche großen Unterschiede. "Als wir in der Jugendfeuerwehr mit den Jungen für die Leistungsspange antraten, wurde nur beim Kugelstoßen eine leichtere Kugel ausgewählt. Sonst zählte alles gleich", erinnern sich die drei.

Den Moppel tragen wir aber trotzdem nicht", sind sich die drei Frauen einig. Gemeint ist nicht die Ausgehuniform sondern das Stromaggregat, das bei Einsätzen seinen Dienst verrichten muss. Und wie es der Name schon sagt, liegt es nicht an einem Zickenalarm, sondern daran, dass "Moppel" den Dreien einfach zu schwer ist. Daher verlassen sie sich hier lieber auf die Kräfte ihrer Kameraden.

Wenige Unterschiede

Und so gibt es da doch den einen oder anderen Unterschied. "Wir sagen einfach, wenn wir Hilfe brauchen oder etwas nicht können, das ist bei den Männern anders. Außerdem sind wir kommunikativer und das schätzen unsere Kameraden auch im Einsatz an uns. Beispielsweise wenn es darum geht, mit Unfallopfern zu sprechen, bis sie aus dem Fahrzeug gerettet werden oder wenn Personen zu beruhigen sind", plaudern die Feuerwehrfrauen aus.

Im Einsatz sind sie nur durch ihre kürzeren, angepassten Jacken von ihren Kameraden zu unterscheiden. Schläuche ausrollen, Löschangriff und das Tragen der 18 Kilogramm schweren Atemschutzausrüstung gehören einfach dazu.

Zeitungstext/Quelle: Münstersche Zeitung ein Bericht von Anke Sundermeier

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Horstmar-Leer, An de Birk

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