Am 9. März fand zum zweiten Mal die Frühjahrsübung der Feuerwehr Horstmar statt. Diese Übung, die seit dem Jahr 2025 als fester Bestandteil im Ausbildungsdienst etabliert ist, verfolgt insbesondere das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Löschzügen Horstmar und Leer weiter zu festigen und zu optimieren. Da beide Einheiten auch im realen Einsatzgeschehen regelmäßig gemeinsam ausrücken, kommt dem abgestimmten Vorgehen und der sicheren Kommunikation eine besondere Bedeutung zu.

Als Übungsobjekt diente in diesem Jahr das Tennisheim auf dem Gelände des SV Westfalia Leer im Ortsteil Leer. In dem Szenario wurde eine Verpuffung innerhalb des Gebäudes angenommen, durch die es zu einem Brandereignis gekommen war. Mehrere Personen galten infolge der Explosion als verletzt und wurden im stark verrauchten Gebäude vermisst.

Entsprechend lag der Fokus zunächst auf einer schnellen Lageerkundung sowie der umgehenden Einleitung von Menschenrettungsmaßnahmen.

Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde die Einsatzstelle zügig strukturiert und in Abschnitte unterteilt. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen parallel zur Personensuche und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Dabei wurde besonderer Wert auf ein systematisches Vorgehen im Innenangriff gelegt. Zeitgleich wurde außerhalb des Gebäudes eine stabile Wasserversorgung aufgebaut, um eine durchgehende Brandbekämpfung sicherzustellen.

Die vermissten Personen konnten durch die eingesetzten Trupps innerhalb kurzer Zeit lokalisiert und aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Im Anschluss erfolgte die Übergabe an die eingerichtete Verletztensammelstelle, wo die weitere medizinische Erstversorgung durchgeführt wurde. Auch diese Abläufe wurden im Rahmen der Übung realitätsnah dargestellt und trainiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der koordinierten Brandbekämpfung sowohl im Innen- als auch im Außenangriff. Hier zeigte sich die Bedeutung klarer Befehlsstrukturen und einer funktionierenden Kommunikation zwischen den eingesetzten Kräften. Durch das parallele Vorgehen konnten die angenommenen Brandherde effektiv bekämpft und eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Eine besondere Herausforderung stellte die räumliche Situation rund um das Übungsobjekt dar. Die Zuwegung zum Tennisheim ist vergleichsweise schmal, was die Aufstellung von Fahrzeugen sowie die Führung von Schlauchleitungen erschwerte. Um diesen Umständen gerecht zu werden, wurde ein beidseitiger Löschangriff aufgebaut. Ein Teil der Kräfte arbeitete über den Sportplatz aus Richtung Ostendorf, während weitere Einsatzkräfte den Zugang über den Leerbach aus Richtung der Straße „An de Birk“ nutzten. Dieses Vorgehen erforderte ein hohes Maß an Abstimmung und Übersicht.
Im Verlauf der Übung wurde deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel der beiden Löschzüge ist. Hand in Hand arbeiteten die Einsatzkräfte zusammen und konnten so alle gestellten Aufgaben innerhalb kurzer Zeit erfolgreich bewältigen. Besonders hervorzuheben ist dabei die reibungslose Zusammenarbeit über Einheitsgrenzen hinweg, die einen wesentlichen Beitrag zum Übungserfolg leistete.

Im Anschluss an die praktische Übung fand eine ausführliche Nachbesprechung statt. Hier wurden die einzelnen Abläufe reflektiert, positive Aspekte hervorgehoben und mögliche Verbesserungen angesprochen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die zukünftige Ausbildung ein und tragen dazu bei, die Einsatzbereitschaft weiter zu erhöhen. Insgesamt konnte die Frühjahrsübung erneut als voller Erfolg gewertet werden.

Im Notfall
✆ 112

Letzter Einsatz

Hydrauliköl auf Straße
vor 8 Tagen, 21 Std., 44 Min.

Horstmar-Leer, Haltern

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