Am vergangenen Montag, den 30. August 2021 übten die Mitglieder des Löschzugs Leer erstmals seit Beginn der COVID-19-Pandemie wieder in Zugstärke. Bis dahin hatten Übungen der Sicherheit halber in kleineren Gruppen stattfinden müssen.

Oberbrandmeister Michael Wallkötter hatte für diesen Anlass auf dem Gelände der städtischen Kläranlage in Ostendorf ein anspruchsvolles Szenario entwickelt und vorbereitet: Im Keller eines Betriebsgebäudes sei ein Brand ausgebrochen, ein Mitarbeiter befinde sich noch in den betroffenen Räumlichkeiten. Auch gebe es keinen Zugang zu dem Gebäude, sondern nur ein Fenster in Kippstellung. Gleichzeitig wurde angenommen, dass die Wasserversorgung aus dem Trinkwasser- und Hydrantennetz nicht möglich ist.
Einsatzleiter Tobias Berkenharn veranlasste daraufhin sofort die Menschenrettung der vermissten Person und stellte die Löschwasserversorgung vorläufig über die Tanks der beiden wasserführenden Löschfahrzeuge sicher, über die der Löschzug Leer verfügt.

Während das Fenster mit Spezialwerkzeug geöffnet wurde und sich bis zu sechs Ehrenamtliche unter Atemschutz und mit einer Wärmebildkamera in die zu Übungszwecken vernebelten Räumlichkeiten begaben, bereiteten ihre Kameradinnen und Kameraden die Wasserentnahme aus einem Teich vor. Dabei hatten sie Gelegenheit, den erst kürzlich beschafften schwimmenden Flachsaugkorb zu erproben und das 5.000-Liter-Faltbecken in Betrieb zu nehmen. Dadurch konnten sie gewährleisten, dass die Kräfte im Innern des Gebäudes jederzeit mit Löschwasser versorgt waren.
 
Ein neues Mitglied des Löschzugs zeigte sich beeindruckt von der kurzen Zeit zwischen Eintreffen und Retten der vermissten Person. Auch Michael Wallkötter war zufrieden mit der Leistung seiner Kameraden.

Foto: Wallkötter
Text: Bienbeck

Letzter Einsatz

Verrauchung in Keller
vor 10 Tagen, 3 Std., 6 Min.

Horstmar-Leer, Ostendorfer Esch

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