Wie löscht man einen Fettbrand richtig? Kann man durch Rauch hindurchsehen? Wie viel wiegt die Einsatzkleidung einer Feuerwehrfrau oder eines Feuerwehrmanns? Wie funktioniert eine Freiwillige Feuerwehr überhaupt? Diesen und vielen weiteren Fragen konnten am vergangenen Samstag 30 Kinder spielerisch und praktisch am Feuerwehrgerätehaus in Leer auf den Grund gehen.

Nach einer dreijährigen Zwangspause lud die Feuerwehr am vergangenen Samstag erstmals wieder zu einem „Tag bei der Feuerwehr“ ein, der im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Horstmar ausgerichtet wurde. Unter der Leitung von Oberbrandmeister Michael Wallkötter hatten hierzu insgesamt zehn ehrenamtliche Brandschützerinnen und Brandschützer aus Leer und Horstmar eine ganze Reihen von Attraktionen, Spielen und Stationen vorbereitet.

So konnten die Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren beispielsweise dem Weg der Feuerwehrleute bei einem Einsatz durch das jüngst umgebaute Gerätehaus in Leer folgen: Los ging es mit einer Vorführung des Imagefilms der Feuerwehr Horstmar, der die Alarmierung der Ehrenamtlichen und ihren Weg zu den Gerätehäusern zeigt. Vor Ort konnten dann der Alarmparkplatz, die Umkleidekabine und schließlich die Löschgruppenfahrzeuge in Augenschein genommen werden. Dabei erfuhren sie alles über die schwere Schutzkleidung und die Atemschutzgeräte, die im Ernstfall getragen werden. Natürlich durfte auch eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto durch das Dorf nicht fehlen.

Ein besonderes Highlight waren die Wasserspiele, bei denen die Kinder nur mit Hilfe eines Strahlrohres einen Ball durch einen Parkour ins Ziel befördern mussten. Ganz in Eigenleistung hatte eine Gruppe von Feuerwehrleuten des Löschzugs Leer die Wasserspiele nur einen Tag zuvor fertiggestellt. Auch durften die Jüngsten heute einen detaillierten Blick hinter die Kulissen werfen und alle Rettungs- und Arbeitsgeräte kennenlernen, die sonst nur bei Übungen oder im Einsatz in die Hand genommen werden. Für einen guten Überblick aus der Luft und Staunen bei den Kleinen sorgte die erst kürzlich in Dienst genommene Drohne der Feuerwehr Horstmar.

Auf dem Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule demonstrierten zwei Kameraden in voller Schutzausrüstung dann höchst eindrucksvoll die mehrere Meter hohe Stichflamme, die beim unsachgemäßen Löschen eines Fettbrandes entstehen kann. Vor den Augen der stauenden Kinder zeigten sie auch, wie ein solcher Brand mit Hilfe eines Topfdeckels gefahrlos bekämpft werden kann.

Wer am Ende sein frisch erworbenes Wissen am Strahlrohr bei Lösch- und Zielübungen unter Beweis stellen konnte, wurde zur Nachwuchsfeuerwehrfrau bzw. zum Nachwuchsfeuerwehrmann befördert. Nach einer kleinen Stärkung vom Grill erhielten am Ende des vierstündigen Nachmittags alle Teilnehmer freudestrahlend eine entsprechende Urkunde. Auf die Frage, was ihnen am meisten Spaß gemacht habe, war die Antwort einstimmig: „Alles!“. Auch die Betreuer zeigten sich sehr zufrieden und freuten sich schon jetzt auf den nächsten „Tag bei der Feuerwehr“ im kommenden Jahr.


Schon gehört? Wer die frisch überholten Wasserspiele für eine Veranstaltung ausleihen möchte, kann sich gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! informieren.

Text + Bilder: Bienbeck

Letzter Einsatz

Tragehilfe für den Rettungsdienst
vor 15 Tagen, 19 Std., 1 Min.

Horstmar, Gerhard-Hauptmann-Straße

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