Dichter Rauch zog am Pfingstsamstag aus Richtung Haus Alst kommend durch die Bauerschaft Alst. Das rief den Löschzug Leer der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar auf den Plan. Kurz nach der internen Alarmierung machten sich insgesamt 35 Feuerwehrmänner auf in Richtung Alst zur Besitzung Laumann. Was sie dort erlebten, war ein Horrorszenario. Laut schreiend empfing Dieter Laumann die Männer in den Fahrzeugen und bat hilferingend darum, die in einer Scheune verschütteten Kinder zu retten.

 

Tatsächlich quoll dichter Rauch aus der Scheune. Beim Betreten der Immobilie wurden die Kräfte der Feuerwehr noch darauf aufmerksam gemacht, dass gefährliche Säure in der Scheune lagere. Sechs Kinder wurden unter schwerem Atemschutz geborgen. Doch all das war eine gut inszenierte Übung der Leerer Wehr. Sie hatten sogar noch die Borghorster Feuerwehrkameraden um Hilfe gebeten. Diese rückten mit der großen Feuerwehrleiter und 15 Kräften an.

Das sei immer so üblich, wenn vom Brand auf einem Bauernhof die Rede sei, erklärte der stellvertretende Wehrführer Thomas Jüditz den zahlreichen Zaungästen. Geübt wurde in zwei Abschnitten. Die Borghorster Kameraden unter der Leitung von Christoph Schwarz kümmerten sich um die Brandbekämpfung von außen, während sich die Leerer Wehr unter der Leitung von Frank Wenking um die vermissten Kinder kümmerte. Die Gesamtleitung hatte Löschzugführer Thomas Selker. Zur Erschwernis der Übung hatte man auf die Verwendung des Hydranten unmittelbar vor dem Hause Laumann verzichtet und stattdessen einen ca. 400 Meter entfernt liegenden Hydranten an der Besitzung Höseler gewählt. Die Wasserversorgung klappte.

Wie wichtig so eine Übung in zwei Abschnitten ist, wurde auch deutlich bei der Verständigung über den Funkverkehr. Die ganze Übung war bei Temperaturen von über 30 Grad eine schweißtreibende Angelegenheit. "Ein eventuelles Schadensereignis wartet auch nicht so lange, bis die Temperaturen erträglich sind, da muss man durch" erläuterten Tobias Berkenharn und Tobias Laurenz. Beide hatten die Übung vorbereitet. Dieter und Monika Laumann hatten den Eindruck, dass ihr Anwesen im Ernstfalle gut geschützt werden könne

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Quelle: Franz Neugebauer

Letzter Einsatz

Verrauchung in Keller
vor 10 Tagen, 2 Std., 50 Min.

Horstmar-Leer, Ostendorfer Esch

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