Die Freiwillige Feuerwehr Horstmar mit den beiden Löschzügen Horstmar und Leer war am vergangenen Samstag zur Jahreshauptversammlung im Gerätehaus in Leer eingeladen. Tobias Berkenharn, Leiter der Feuerwehr, begrüßte insbesondere Bürgermeister Robert Wenking, Ordnungsamtsleiter Georg Becks, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Burrichter sowie Manfred Kleine-Nieße vom Verband der Feuerwehren im Kreis Steinfurt. Die Ehrenabteilung war stark vertreten.„Die Mitgliederzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert“, berichtete Tobias Berkenharn. In der Ehrenabteilung zählt man 43 Mitglieder, die Unterstützungsabteilung hat ein Mitglied. Die Einsatzabteilung ist mit 108 Mitgliedern plus zwei Kameraden aus anderen Feuerwehren die stärkste Einheit. Nach einer aufwendigen Werbekampagne im vergangenen Herbst zählt auch die Jugendfeuerwehr wieder stolze 19 Mitglieder aus beiden Ortsteilen.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen Beförderungen und Ehrungen.
Ernennungen
Veränderungen gab es an der Spitze des Löschzuges in Leer. Neuer Löschzugführer ist Tobias Laurenz, der die Aufgaben von Sebastian Robers übernimmt. Als neuer Stellvertreter rückt Marcus Bernemann nach.
Beförderungen
„Wir waren im Jahr 2025 wieder stark gefordert,“ bilanzierte Tobias Berkenharn. Man rückte insgesamt zu 61 Einsätzen aus, davon allein zu zwölf Bränden und 42 technischen Hilfeleistungen. Zweimal war die Drohne bei einer Personensuche im Einsatz. Selbstbewusst trug Julius Hase den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr vor. Aktuell werde diese Abteilung vom Stadtjugendwart Dietmar Wahlers und Jürgen Schulenkorf, Phillip Zintl, Luca Jürgens, Henning May, Marcel Raus und Tobias Schlattmann geführt. Für die Jugendlichen gab es 33 Aktivitäten im Jahre 2025, davon 22 Dienstabende. Höhepunkt war das Kreiszeltlager in Leer mit 392 Jugendlichen und 80 Betreuern. Das Jahr sei bei der Jugendfeuerwehr von spannenden Aktivitäten und gemütlichen Momenten geprägt worden, informierte Julius Hase.
„Wir können uns in Horstmar glücklich schätzen, eine so gut aufgestellte Wehr vorzufinden, die dank eines gut aufgestellten Kommandos die erforderliche Einsatzhierarchie sicherstellt und dennoch fördert, dass jedem Einzelnen die Bedeutung beigemessen wird, die ihm zusteht,“ betonte Bürgermeister Robert Wenking. Er freute sich auch über die gute Nachwuchsarbeit.
Ehrungen
Für langjährige treue Mitgliedschaft und Dienst in der Feuerwehr wurden geehrt:
| Ehrung | Name |
|---|---|
| 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr | Andreas Terkuhlen Bernd Hauser Martin Herdt Marcus Vortkamp Dieter Leusing |
| 45 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr | Gerd Slotmann Nobert Stobinski |
| 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr | Manfred Börger |
| 55 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr | Josef Kreimer |
| 65 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr | Alfons Stemping |
„Eine einsatzbereite, gut ausgebildete ehrenamtliche Wehr wird auch in Zukunft nur leistungsfähig bleiben, wenn die politischen Vertretungen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger den potenziellen Eintritt eines Schadensereignisses immer vor Augen haben“, führte der Bürgermeister bei seinen Begrüßungsworten weiter aus. Dafür müsse man die Gefahrenbilder realistisch zeichnen. Eine hervorragende Aus- und Fortbildung garantiere ein Höchstmaß an theoretischem Wissen und dessen optimale Umsetzung. Kameradschaft und vertrauensfördernde Teambildung bezeichnete der Bürgermeister als Kernelemente des Feuerwehrwesens. Über den Brandschutz und die technische Hilfeleistung hinaus komme dem Katastrophenschutz und der Vorbereitung auf entsprechende Lagen eine zunehmend bedeutendere Rolle zu.
Dabei gehe es bei Warnungen nicht darum, Angst und Sorgen zu schüren. Es gehe darum, aufgrund realistischer Einschätzungen den Schaden möglichst zu verhindern oder die Schadensfolgen insbesondere für Leib und Leben der Bürgerschaft gering zu halten. Er verband mit seinen Worten die feste Zusage der Politik vor Ort dem fest verankerten Streben nach vorausschauendem, sicherheitsorientiertem und qualifiziertem Handeln zu folgen.
Im Zuge dessen thematisierte Wenking auch die anstehende Beschaffung von drei Feuerwehrfahrzeugen mit einer Gesamtsumme von 1,6 Millionen Euro in den kommenden Jahren als weitere Investition in die Sicherheit der Stadt Horstmar. Dabei handelt es sich nicht um eine Erweiterung des Fuhrparks, sondern um dringend notwendigen Ersatz alter Fahrzeug, die mit einer Dienstzeit von 28 bis 35 Jahren auf absehbare Zeit nicht zuverlässig eingesetzt werden können. Die neuen Fahrzeuge dagegen entsprechen dem Stand der Technik und sind für die modernen Anforderungen im Alltag der ehrenamtlichen Brandschützer ausgelegt. So können sich die Feuerwehrleute in Horstmar und Leer auch in Zukunft weiterhin auf Fahrzeug und Material verlassen, wenn sie im Durchschnitt einmal alle sechs Tage zum Einsatz gerufen werden.
Text und Bilder: Franz Neugebauer
Bearbeitung: Feuerwehr Horstmar






