Weil die Jahreshauptversammlung coronabedingt zwei mal ausfallen musste, war die Wiedersehensfreude jetzt besonders groß, als die Mitglieder der Löschzüge Horstmar und Leer im Gerätehaus in der Burgmannstadt in großer Runde zusammenkamen. Zudem gab es zahlreiche Ehrungen und Beförderungen zu feiern. Stadtbrandinspektor Frank Burrichter erklärte, dass die Wehr personell relativ gut aufgestellt sei.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit den beiden Löschzügen Horstmar und Leer trafen sich unter strengen Corona-Bedingungen –Einlass nur mit aktuellem Negativtest- zur Jahreshauptversammlung im Gerätehaus in Horstmar. Zu den Gästen, die Stadtbrandinspektor Frank Burrichter begrüßte, gehörten auch Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier und der Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren im Kreis Steinfurt, Manfred Kleine Niesse.

Bürgermeister Robert Wenking und sein Allgemeiner Vertreter, Georg Becks, ließen sich krankheitsbedingt entschuldigen. Nach der zweijährigen Versammlungspause war die Wiedersehensfreude groß.

„Die Bürger können sich auf eine leistungsfähige Wehr verlassen, Ihr seid eine tolle Truppe mit einer gut funktionierenden harmonischen Führung“, lobte Kreisbrandmeister Meier die Runde. Aus aktuellem Anlass wies er auf das beim Kreis Steinfurt neu eingerichtete Amt für Bevölkerungsschutz hin. Man arbeite dort zur Zeit an einem Leuchtturmprojekt mit dem Ziel, Ansprechpartner vor Ort bei Gefahr- und Schadenslagen zu gewinnen.

Stadtbrandinspektor Burrichter dankte dem Rat und der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Wie er berichtete, verfügt die Wehr zur Zeit über vier Abteilungen. Dabei handelt es sich um die Einsatzabteilung mit 107 Mitgliedern zuzüglich fünf Kameraden aus anderen Orten, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit vor Ort die Wehr in der Tagesverfügbarkeit unterstützen. Die Jugendfeuerwehr zählt 24 Mitglieder, die Ehrenabteilung 44 und die Unterstützungsabteilung wird durch Prädikant Alex­ander Becker präsentiert.

„Wir sind personell relativ gut aufgestellt“, betonte Burrichter. Dennoch müsse man weiterhin aktiv bei der Gewinnung neuer Mitglieder, insbesondere bei Quereinsteigern, tätig werden. Besonders bei den weiblichen Einsatzkräften sei noch Luft nach oben.

Aus den statistischen Angaben ging hervor, dass die Wehr in 2021 bei 48 technischen Hilfeleistungen ausrücken musste. Hinzu kamen vier Brände und neun Fehlalarmierungen. Kameraden waren im Einsatz bei der Flutkatastrophe an der Ahr und hatten verschiedene Einsätze bei Unwetterlagen vor Ort zu meistern. Beim Brand im Gewerbegebiet in Horstmar wurden sechs Verletzte gerettet.

Die Jugendfeuerwehr besteht zur Zeit aus 24 Jugendlich, 13 aus Horstmar und elf aus Leer. Stadtjugendfeuerwehrwart Dietmar Wahlers kann sich auf sein Betreuerteam verlassen. Es besteht aus Jürgen Schulenkorf, Hendrik Wüller, Michael Stobinski, Philipp Zintl, Thomas Vossenberg, Luca Jürgens, Henning Max und Marcel Raus.

Der Einsatz einer Drohne, bisher gesteuert von Michael Wallkötter, hat sich bei Einsätzen als vorteilhaft und nützlich erwiesen. Die Wehr plant die Bildung einer eigenen Drohnengruppe.

In seinen Grußworten übermittelte der Bürgermeister Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit. Er spannte den Bogen vom Krieg in der Ukraine bis hin zur Feuerwehr in Horstmar. Man sehe im Kriegsgebiet die Feuerwehrkameraden, die, während der Angriffskrieg tobe, Brände löschen, Verletzte retten und Tote bergen. Da bekomme das Feuerwehrdasein eine völlig andere Dimension. Es sei eine Zeitenwende bei der auch der Zivilschutz stark ausgebaut werden müsse. „Wir werden, ich hätte es mir nicht vorstellen können, wahrscheinlich den ,Ernstfall´ wieder verstärkt üben müssen“, so Wenking.

Text und Bild: Franz Neugebauer
Bearb.: Feuerwehr Horstmar

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vor 8 Tagen, 17 Std., 52 Min.

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