Schon am Freitag hatte die Deutsche Bahn eine der Sicherheit geschuldete, erhebliche Einschränkung ihres Verkehrsangebots angekündigt, das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen hatte Eltern freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken, und Schulleitungen, ihre Schulen am Montagmorgen zu schließen. Der Wetterdienst warne mit der Stufe Rot: Das Orkantief "Sabine" bewegte sich von der Nordsee kommend auf das Münsterland zu und drohte mit Windböen in Sturm- und Orkanstärke. Beginnend am Sonntagnachmittag wurde der Höhepunkt des Sturms in der Nacht zu Montag erwartet.

Daraufhin hatte die Stadt Horstmar frühzeitig Rücksprache mit den örtlichen Ordnungsbehörden und Organisationen gehalten und ein Sicherheitskonzept entwickelt. Die Feuerwehr Horstmar besetzte in beiden Ortsteilen ab 15:00 Uhr die Gerätehäuser mit Kräften, um sich auf die kommende Nacht vorzubereiten.

Gegen 16:00 Uhr wurde Vollalarm für alle verfügbaren Kräfte der Löschzüge Horstmar und Leer ausgelöst. Versorgt von Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes waren allein in Leer nahezu 30 Angehörige des Löschzugs in Alarmbereitschaft. Während die Leitstelle des Kreises Steinfurt in Rheine weiterhin die Notrufabfrage übernahm, disponierten Führungskräfte der Feuerwehr von der Führungsstelle im Feuerwehrgerätehaus Horstmar an der Warnsveldallee aus die örtlichen Aufträge.

Bereits am Nachmittag rückte die Feuerwehr zu Einsatzstellen in Leer und Haltern aus. Als am Abend das Orkantief seinen Höhepunkt erreichte, wurden auch im Ortsteil Horstmar mehrere Einsatzstellen von der Feuerwehr angefahren. Währenddessen blieben sowohl in Horstmar als auch in Leer stets Kräfte an den Gerätehäusern, um die Einsätze von dort aus zu koordinieren und mit einem Löschgruppenfahrzeug im Bedarfsfall für Notfälle zur Verfügung zu stehen, die nichts mit dem Unwetter zu tun haben; etwa Brände oder Verkehrsunfälle.

Gegen Mitternacht wurde mit abnehmender Einsatzhäufigkeit auch die Zahl der Feuerwehrangehörigen in Bereitschaft verringert, um am Montagmorgen ggf. einen Austausch mit ausgeruhten Kräften durchführen zu können. Als sich am Montagmorgen gegen 8:00 Uhr ein vorläufiges Entspannen der Lage abzeichnete, verließen die letzten Kräfte erst nach insgesamt 17 Stunden Einsatzdauer die Gerätehäuser.

Zum Weiterlesen: Einsatzbericht zum Orkantief "Sabine"

Text, Foto: Bienbeck

Letzter Einsatz

Tragehilfe für den Rettungsdienst

Horstmar, Dahlienweg

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