Nachbarschaftliche Hilfe bei Unwettern im Juni

Während der Unwetter am 23. und 24. Juni 2016 blieb im Kreis Steinfurt keine Gemeinde und Stadt verschont. Schon im Voraus hatte der Deutsche Wetterdienst gewarnt, auf die Stufen orange und rot folgte am Donnerstagnachmittag violett. Nach starken Regenfällen begann für die Feuerwehren im Kreis Steinfurt zunächst in der Region Tecklenburg und Westerkappeln eine lange Nacht: Dutzende Keller füllten sich mit Wasser, das nicht schnell genug abfließen konnte. Orkanartige Böen ließen Äste und Bäume umstürzen. Gegen Abend erfolgten dann auch im westlichen Kreisgebiet die ersten Alarme, während die Einheit Information und Kommunikation, darunter auch Kameraden aus Horstmar und Leer, nach Tecklenburg ausrückte, um dort die Lage mit unzähligen kleinen und großen Einsatzstellen zu koordinieren.

Im Einsatzgebiet Horstmar kam der erste Einsatz schon am späten Nachmittag: Gasgeruch auf der Fritz-Schulte-Straße. Das Unwetter schlug hier erst kurz vor Mitternacht zu.

Donnerstag

23:10 Uhr - Baum auf Straße
Der erste durch die Unwetter begründete Alarm erfolgte für den Löschzug Horstmar. Auf der Landstraße 579 zwischen Horstmar und Schöppingen war ein Baum nach heftigen Windböen auf die Straße gestürzt. Er wurde zerkleinert und beiseite geräumt.

23:42 Uhr - Keller unter Wasser
Etwa 32 Minuten später rückten auch Kräfte des Löschzugs Leer zur Dorfstraße aus. Weitläufige Kellerräume waren mit Wasser geflutet. Etwa zwei Stunden lang musste die Feuerwehr mit mehreren Pumpen die Räumlichkeiten entwässern.
 
Freitag

00:25 Uhr - Unwetterlage (Leer)
Gegen halb eins am Morgen wurde durch die Leitstelle zur Unwetterlage im Ortsteil Leer alarmiert. Die Koordination der Einsätze in Horstmar und Leer übernahm nun der Einsatzleitwagen aus Horstmar. Dabei wurden Kräfte aus Leer in der Bauerschaft Haltern tätig, wo ebenfalls Räumlichkeiten unter Wasser standen.
Gegen 02:00 Uhr am Morgen wurde die kurzfristige Bereitschaft an den Gerätehäusern Horstmar und Leer beendet, da die Bedrohung durch Unwetter nun nicht mehr akut bestand.

06:36 Uhr - Überörtliche Hilfeleistung nach Unwetter

Die kurze Nacht endete für die Kameraden des Löschzugs Leer nach gut dreieinhalb Stunden. Die Feuerwehr Steinfurt bat in den frühen Morgenstunden um nachbarschaftliche Hilfeleistung, da dort bereits weit über einhundert Meldungen von Kellern unter Wasser, Ästen und Bäumen auf Straßen und anderen Sturm- und Wetterschäden vorlagen, die die beiden Löschzüge aus Burgsteinfurt und Borghorst nicht alleine bewältigen konnten. Neben dem Löschzug Leer waren unter Anderem auch Feuerwehrleute und Helfer aus Ochtrup, Altenberge, Emsdetten, Rheine (THW) und vom Deutschen Roten Kreuz vor Ort.
Mehr als 15 Kameraden aus Leer leisteten über 6 Stunden lang nachbarschaftliche Hilfe an verschiedenen Einsatzstellen in ganz Steinfurt.

07:30 Uhr - Keller unter Wasser
Auch in Horstmar zeigten sich nun die Folgen der Regenfälle: Ein Keller in der Bauerschaft Alst war mit Wasser vollgelaufen und musste ausgepumpt werden.

07:45 Uhr - Unwetterlage (Horstmar)
Da nun weitere Einsatzstellen in Horstmar gemeldet wurden, an denen Keller entwässert oder andere, kleinere Sturmschäden beseitigt werden mussten, erfolgte für die Tagesbereitschaft der Feuerwehr eine Alarmierung zum Feuerwehrgerätehaus Horstmar. Von dort aus wurde die weitere Abarbeitung der Einsätze koordiniert.


Für die Feuerwehr Horstmar endeten die Unwetter-bedingten Einsätze vorläufig gegen 13 Uhr am Freitag.

Letzter Einsatz

Unwetterlage
vor 5 Tagen, 14 Std., 0 Min.

Horstmar und Leer

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