Mit Blaulicht zur Großübung 2015

Foto: Franz NeugebauerAm Samstagnachmittag des 24. Oktober 2015 um 15.00 Uhr sollte es losgehen: Die Gesamtabschlussübung, die größte gemeinsame Übung beider Löschzüge des Jahres. Doch als um 14.52 Uhr die ersten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner gemütlich an den Gerätehäusern eintrudelten, kam alles ganz anders. Vollalarm - Brand, Person in Gefahr in der Bauerschaft Schagern wurde gemeldet. Jetzt ging alles - wie für Einsätze gewöhnlich - ganz schnell. Nach kaum einer Minute rückten die ersten Fahrzeuge aus, die anderen folgten nur Augenblicke später.

Kurz darauf waren insgesamt 10 Fahrzeuge mit 64 Kameraden vor Ort. Angekommen auf dem Hof Webers und nach den schon oft geübten Erstmaßnahmen am Einsatzort und der Lageerkundung kam Entwarnung: Es handelte sich um eine geplante Alarmübung. Foto: Franz Neugebauer
Eine solche wird sehr selten, meist im Abstand von mehreren Jahren durchgeführt, um etwa die Einsatzkräfte unter sicheren Bedingungen an die Arbeit unter Stress an der Einsatzstelle zu gewöhnen und die Routine zwischen Alarmierung und Ausrücken an den Gerätehäusern zu überprüfen.


Es galt vier vermisste Personen aus der verrauchten Werkstatt zu retten, wobei eine Person noch unter einem Gabelstapler eingeklemmt war. Mehrere Einsatztrupps unter schwerem Atemschutz durchsuchten die Werkstatt, retteten die durch Puppen dargestellten Verletzten und nahmen Schlauchleitungen zur Brandbekämpfung vor. Gleichzeitig verlegten andere Trupps insgesamt zwei Schlauchleitungen zur Wasserversorgung. Das Wasser in diesem Bereich der Bauernschaft wird aus einem Löschteich der Familie Schwarze Blanke bezogen. Insgesamt mussten dazu 800m B-Leitung verlegt werden und zwei Tragkraftspritzen eingesetzt werden.
Unterstützung gab es von den Kameraden des Löschzuges Darfeld der Feuerwehr Rosendahl. Die ebenfalls an der Übung beteiligte Jugendfeuerwehr nahm dann die Brandbekämpfung von außen vor.

Foto: Feuerwehr HorstmarUnter der Regie von Einsatzleiter Jürgen Stobinski wurden die gestellten Aufgaben zügig und korrekt gelöst. Unter den wachsamen Augen von Ehrenabteilung, Bürgermeister Robert Wenking, Stv. Bürgermeister Ludger Hummert und Ordnungsamtsleiter Heinz Lölfing konnten die Frauen und Männer der Feuerwehr zeigen, dass sie auch auf solch umfangreiche Notfälle vorbereitet sind.

So zeigten sich auch der Leiter der Feuerwehr Willi Homann und sein Stellvertreter Thomas Jüditz zufrieden mit der Leistung der Kameraden. "Wie es sich für eine Übung gehört, hat nicht alles auf Anhieb geklappt. Insbesondere der Aufbau einer stabilen Wasserversorgung war schwierig, da die Ansaugstelle des Löschteiches verschlammt war. Hier mussten die Kameraden improvisieren.", erklärte Homann. "Solche Erfahrungen sind wichtig, sorgen sie doch dafür, dass im Ernstfall alles klappt.", so Jüditz.



Text + Fotos: Franz Neugebauer; Bienbeck
Im Notfall
✆ 112

Letzter Einsatz

Person hinter verschlossener Tür
vor 15 Tagen, 10 Std., 44 Min.

Horstmar, Am Bahnhof

Weiterlesen

Wasserspiele – zu vermieten!

Imagefilm