Am gestrigen Samstag, den 23. März 2019, wurden über 220 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer im Kreis Steinfurt gleichzeitig alarmiert: "Überörtliche Hilfe - Kaserne Bentlage, Rheine" lautete die Meldung. Was heute nur eine Bereitschaftsübung für das neue Konzept der vorgeplanten überörtlichen Hilfeleistung im Kreis Steinfurt ist, würde im Ernstfall für die Freiwilligen bedeuten, dass sie in wenigen Stunden bei einem Katastrophenschutz-Einsatz Hilfe leisten würden. Vielleicht sogar deutschlandweit.

Der letzte große Einsatz ist jedem bekannt: Im Juni 2013 trat die Elbe über die Ufer und verwüstete weite Landstriche. Rund 250 Feuerwehrleute aus dem Kreis Steinfurt leisteten damals Unterstützung in Magdeburg.

Nun hat der Kreis Steinfurt ein neues Konzept für die "Vorgeplante überörtliche Hilfeleistung" erarbeitet. Auch die Feuerwehr Horstmar ist daran beteiligt. Ab sofort steht das LF 16-TS des Löschzugs Horstmar mit sechs Kräften für großflächige Hochwasserlagen und das TLF 16/25 des Löschzugs Leer mit drei Kräften für Waldbrände und Einsätze nach Explosionen zur Verfügung.

Um den Ablauf nach einer Alarmierung und die Koordinaten hunderter Einsatzkräfte zu proben, wurde am vergangenen Samstag also eine Bereitschaftsübung der neuen Einheiten, an der insgesamt 226 Kameradinnen und Kameraden auf 47 Einsatzfahrzeugen teilnahmen, durchgeführt. So konnten die Organisation eines Bereitstellungsraums, die Durchführung einer Fahrt in Kolonne und das Funkkonzept geübt werden.

Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier und sein Stellvertreter Werner Henrichsmann bedankten sich bei den Teilnehmer für ihren Einsatz.

Letzter Einsatz

Großbrand in Gewerbebetrieb

Ibbenbüren, Lengericher Straße

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