Am vergangenen Montagabend übte der Löschzug Leer die Befreiung einer eingeklemmten Person mit Schere und Spreizer aus einem PKW, der gegen einen Baum gefahren sein sollte.

Seit langer Zeit schon steht Feuerwehr nicht nur für Brandbekämpfung. Ihre Aufgaben umfassen heute viel mehr als nur das Feuerlöschen. Nicht zuletzt durch den immer stärker zunehmenden Straßenverkehr ist die technische Hilfeleistung und Rettung zu einem weiteren wichtigen Aufgabenbereich geworden. Damit im Ernstfall jeder Handgriff funktioniert, müssen die Einsatzkräfte in regelmäßigen Abständen deshalb auch technische Retten üben. Seit 2012 ist die Feuerwehr Horstmar zu acht Verkehrsunfällen alarmiert worden; in fünf Fällen war mindestens eine eingeklemmte Person gemeldet.

Über Funk erfolgte die Einsatzmeldung für die Übung: Verkehrsunfall, PKW gegen Baum gefahren, Beifahrer eingeklemmt, Fahrer vermisst.

Daraufhin rückte der Löschzug samt dem neuen LF 20 an, auf dem ein hydraulischer Rettungssatz, bestehend aus Schere und Spreizer, verlastet ist. Die achtköpfige Fahrzeugbesatzung begann nach Erkundung durch den Gruppenführer mit den notwendigen Maßnahmen zur Befreiung: Absperren der Straße, Betreuung des Eingeklemmten, Bereitstellen von Löschmittel, Unterbauen des Fahrzeugs zur Stabilisierung, Entfernen aller Glasscheiben, Öffnen und Entfernen von Türen, Durchtrennen der A- und B-Säule und Zurückklappen des Daches.
Währenddessen rückte das LF 8 nach. Die Besatzung schirmte die für die Übung simulierten Schaulustigen ab, damit diese die Rettungskräfte nicht behinderten, und begann mit der Suche nach dem vermissten Fahrer, der wohl noch unter dem Eindruck des Unfalls das Fahrzeug verlassen hatte und davongelaufen war. Dazu wurde das angrenzende Maisfeld durchkämmt. Bei einem realen Unfall wäre hier vermutlich ein Helikopter der Polizei mit Wärmebildkamera zur Unterstützung hinzugezogen worden.

Letzter Einsatz

Amtshilfe für den Rettungsdienst

Horstmar-Leer, Laustiege

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